„Radikale Einfachheit ist Kern unserer Philosophie“
Audi stellt seine neue Designphilosophie vor – ein mutiger Schritt, der das Denken im Unternehmen verändern soll. Massimo Frascella, Chief Creative Officer, spricht über den tiefgreifenden Wandel, die Bedeutung für die Marke sowie den Weg in die neue Formensprache.
Massimo, rund ein Jahr nach Ihrem Start in Ingolstadt präsentiert Audi eine neue Designphilosophie. Wofür soll die Marke in Zukunft stehen? Massimo Frascella: Unsere Vision ist ein Aufruf an unser gesamtes Unternehmen – und Voraussetzung dafür, dass unsere Marke wieder unverwechselbar wird. Es ist die Philosophie, die hinter jeder unserer Entscheidungen steht und deren Prinzipen wir auf das ganze Unternehmenausrollen wollen. Wir nennen das: „The Radical Next.“ Design ist also nicht mehr nur Formgeber, sondern Taktgeber? Massimo Frascella: Genau! Wir verstehen Design in einem umfassenden Sinne – für uns schließt der Begriff alle Aspekte des Audi Erlebnisses ein. Wir wollen unsere Marke stärken, sodass sie Begehrlichkeit weckt und kulturelle Wirkung entfaltet. „Vorsprung durch Technik“ bleibt also ein zentrales Markenversprechen? Massimo Frascella: Natürlich! In den 1980er-Jahren, als der Audi 100 quattro eine Skisprungschanze hinauffuhr, war es das Symbol für technischen Vorsprung und den Willen, das Unmögliche möglich zu machen. Technologie ist für uns Mittel zum Fortschritt, nicht Selbstzweck. Wir wollen sie weder verstecken noch demonstrieren – sie soll begeistern, ohne zu dominieren. Technologie ist für Audi selbstverständlich, zurückhaltend und doch gleichzeitig funktional und präsent, wenn der Kunde sie wünscht. Sie wird ein nahtloser Teil des Erlebnisses sein. Der Audi TT hat überall auf der Welt Fans, auch Sie scheinen eine ganz besondere Beziehung zu diesem Auto zu haben. Massimo Frascella: Das stimmt. Als 1998 der erste Audi TT beim Händler in Turin ankam, habe ich mir einen Tag freigenommen, nur um ihn mir ganz in Ruhe anzusehen.
holoride bringt immersive In-Car Entertainment Plattform für ausgewählte Audi Modelle auf den Markt
Durch die Nutzung von Echtzeit-Bewegungsdaten aus dem Fahrzeug in Kombination mit einer völlig neuen Medienkategorie verwandelt die holoride-Technologie Autos in mobile Erlebnisparks
holoride, der Pionier für In-Car Entertainment mit Extended Reality-Technologie, hat heute den Start seiner Plattform in Deutschland bekanntgegeben. Das optionale Paket ist ab Mitte November für ausgewählte Audi-Fahrzeuge* auslieferbar und kreiert durch die Kombination aus Fahrzeugbewegung und VR-Technologie ein einmaliges Erlebnis im Fahrzeuginnenraum. Mitreisende werden mit einer gänzlich neuen Medienkategorie in eine Vielzahl von Spielen und Apps entführt: Das als „Elastic Content“ bezeichnete Medienformat nutzt dafür verschiedenste Fahrzeug-Datenpunkte in Echtzeit.
holoride kombiniert eben diese Fahrzeugdaten mit den immersiven Eigenschaften von Virtual Reality und ist damit ein sich ständig in Bewegung befindlicher, virtueller Raum. In diesem „Motorverse“ können Mitreisende interaktive und passive Inhalte konsumieren, die sowohl auf sie als auch auf die Bewegung des Fahrzeugs reagieren. „Trotz der erstaunlichen Fortschritte in der Automobiltechnologie in den letzten Jahrzehnten, ist das Erlebnis für Mitreisende und die Unterhaltung im Fahrzeug weitgehend gleichgeblieben“, sagt Nils Wollny, CEO und Mitbegründer von holoride. „Mit der Einführung von holoride erschließen wir nicht nur ein bis dato ungenutztes Potenzial, sondern definieren auch gänzlich neu, wie man seine Zeit unterwegs sinnvoll verbringen kann. Ich freue mich darauf, dass Mitreisende endlich den Nervenkitzel im Motorverse selbst erleben können.“ Die Integration von holoride in ausgewählten Audi Serienfahrzeugen ist eine Fortsetzung der gemeinsamen Geschichte von holoride und dem deutschen Premium-Automobilhersteller.
Audi Kundenteam baut GT4-Tabellenführung aus
Seriennaher Audi R8 LMS GT4 in höchster europäischer Kategorie vorn GT3-Podiumserfolge von Audi Kundenteams auf drei Kontinenten Weitere Pokale für TCR-Tourenwagen von Audi Sport
Das Audi Kundenteam Speedcar bleibt in der GT4 European Series das Maß der Dinge. Nach dem jüngsten Doppelerfolg greifen die beiden Fahrer des Teams vorzeitig nach dem Titel. Auch Teams in weiteren Kategorien sind international überzeugend in die zweite Saisonhälfte gestartet.
Audi R8 LMS GT4 Auf Titelkurs in Europa: Das Team Speedcar feierte bei der vierten Veranstaltung der GT4 European Series powered by Rafa Racing Club sein bislang erfolgreichstes Wochenende. In Misano gewannen Robert Consani/Benjamin Lariche zum ersten Mal in diesem Jahr beide Sprintläufe. Lariche war im Audi R8 LMS GT4 als Dritter in das erste Rennen gestartet. Bis zum Pflicht-Boxenstopp blieb der Franzose hinter zwei Gegnern und schonte bewusst seine Reifen. Robert Consani übernahm das Cockpit, zeigte sich angriffslustig und überholte zunächst einen McLaren. Anschließend lieferte er sich über mehrere Kurven hinweg ein Tür-an-Tür-Duell mit dem führenden Mercedes-AMG, den er in der 29. von 34 Runden überholte. Eine halbe Sekunde Vorsprung genügte Consani und seinem Teamkollegen zum dritten Saisonsieg. Ein dritter Platz von Julien Ripert/Philippe Thalamy in der Amateurwertung in einem weiteren Audi R8 LMS GT4 komplettierte einen gelungenen Tag des Teams Speedcar. Sonntags startete Consani von der Pole-Position. Der Franzose verlor zwar seinen Vorsprung in einer Safety-Car-Phase, übergab aber dennoch das Cockpit als Führender an Benjamin Lariche. Nach Abschluss der Stopps aller Konkurrenten war der Franzose wieder Erster. Auch ein elektrisches Problem mit Auswirkungen auf ABS und Traktionskontrolle in der Schlussphase hinderten den Audi Privatfahrer nicht daran, mit 1,6 Sekunden Vorsprung ins Ziel zu kommen.
40 Jahre, 40 Zahlen, 40 Bilder: Fakten und Buntes zur quattro-Technologie von Audi
Dadurch konnte der Rennwagen beim Beschleunigen diesen temporären quattro-Antrieb nutzen. 3 E-Motoren übernehmen im neuen Audi e-tron S und Audi e-tron S Sportback den Antrieb – eine Weltinnovation in der Großserie. Die beiden Elektromotoren an der Hinterachse machen ein elektrisches Torque Vectoring, das bedarfsgerechte Verteilen der Antriebskräfte auf einzelne Räder links und rechts, möglich. 3,1 Sekunden brauchte der Sport quattro S1 mit der mittleren Schaltgetriebe-Übersetzung, um von null auf 100 km/h zu beschleunigen. Das Rallyeauto, das Audi 1985 erstmals einsetzte, leistete mit seinem Fünfzylinder-Turbo-Motor 350 kW (476 PS) und wog nur 1.090 Kilogramm. 4 unterschiedliche Allradkupplungen und 4 verschiedene Mittendifferenziale sind über die Audi-Modellpalette hinweg im Einsatz. Für die Modelle mit längs eingebautem Frontmotor und Achtstufen-tiptronic wurden das selbstsperrende Mittendifferenzial konzipiert. Bei einigen Motorisierungen arbeitet es mit dem Sportdifferenzial an der Hinterachse zusammen, das die Antriebsmomente je nach Fahrsituation zwischen den Rädern verteilt. Partner der Siebengang- S tronic in den Längsmotor-Modellen ist der quattro mit ultra-Technologie, der zwei Kupplungen nutzt. Bei den kompakten Audi-Modellen mit Quermotor managt eine hydraulisch gesteuerte Lamellenkupplung, die zugunsten der Gewichtsverteilung an der Hinterachse sitzt. Auch im Hochleistungssportwagen R8 arbeitet eine geregelte Lamellenkupplung, hier jedoch an der Vorderachse platziert. Rund 5 Kilogramm wog das erste selbstsperrende Torsen-Mittendifferential 1986 im Audi Ur-quattro.
40 Jahre, 40 Zahlen, 40 Bilder: Fakten und Buntes zur quattro-Technologie von Audi
Vier Ringe, vier angetriebene Räder – eine 40-jährige Erfolgsgeschichte Vom sperrbaren Mittendifferenzial bis zum elektrischen Torque Vectoring Der Konkurrenz voraus: Siegeszug im Motorsport und bei den Kund_innen
Seit nunmehr 40 Jahren ist der quattro-Antrieb eine technische Kernkompetenz und eine tragende Säule von Audi. Die große Erfolgs-Story reicht vom manuell sperrbaren Mittendifferenzial, Jahrgang 1980, bis zu den drei Elektromotoren, die die neuen e-tron S-Modelle antreiben. Vier Ringe und vier angetriebene Räder, 40 Zahlen aus 40 Jahren – eine kleine Sammlung von Fakten, die nicht jeder kennt.
0 Kupplungen und null Differenziale arbeiten im Audi e-tron und im e-tron Sportback. Die rein elektrisch angetriebenen SUV-Modelle nutzen einen elektrischen Allradantrieb, bei dem die Elektromotoren alle quattro-Funktionen umsetzen. 0,5 Sekunden rechnet das Steuergerät beim quattro mit ultra-Technologie immer voraus. Die intelligente Steuerung und Regelung arbeitet dank einer leistungsfähigen Sensorik und Datenauswertung prädiktiv.