So muss der Audi R8 inzwischen mit weniger Leistung (ca. 550 statt ursprünglich 610 PS) und einem schmaleren Heckflügel auskommen. Trotzdem ist der R8 vor allem über die Renndistanz noch immer eine Klasse für sich. Gerätselt wurde lange über die Bedeutung der Typenbezeichnung „R8“. Die Erklärung ist einfach: Seit dem legendären Ur-quattro nummeriert Audi Sport alle Fahrzeug-Projekte intern durch. Beim R8 wurde der Projektname auch zum offiziellen Namen des Wagens und ist nun Synonym für den erfolgreichsten Le Mans-Prototyp der Welt.
Auch der Audi R8 LMS hat in seiner ersten Rennsaison überzeugt: 23 Siege und drei Meistertitel holte der für den Kundensport entwickelte neue GT3-Rennsportwagen.
„2009 war für den Audi R8 LMS eigentlich als Lehrjahr geplant, doch unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, erklärt Michael Dick, der als Vorstand für Technische Entwicklung auch das Motorsport-Engagement der AUDI AG verantwortet. „Der R8 ist schon nach einem Jahr ein GT3-Fahrzeug, das es zu schlagen gilt.“ Der 525 PS starke Rennsportwagen, der von Audi Sport in enger Zusammenarbeit mit der quattro GmbH entwickelt wurde, startete in seiner ersten Saison bei insgesamt 76 Rennen in verschiedenen europäischen Sportwagen-Serien. Highlights waren dabei der Gewinn der FIA-GT3-Europameisterschaft durch das Team Phoenix Racing mit den beiden jungen Deutschen Christopher Haase und Christopher Mies, der Triumph des Teams ABT Sportsline mit Christian Abt im ADAC GT Masters in Deutschland und Klassensiege bei den beiden 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps. Zudem holte Phoenix Racing auch den Titel in Belgien. „Der Audi R8 LMS hat auf Anhieb drei der wichtigsten GT3-Rennserien gewonnen und auf dem Nürburgring und in Spa auch seine Langstrecken-Tauglichkeit unter Beweis gestellt“, urteilt Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Die Entscheidung, den R8 LMS in seiner ersten Saison Teams in die Hände zu geben, mit denen Audi Sport schon lange zusammenarbeitet, war absolut richtig.
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Motorsport
05.11.2009
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Audi R8 V10 performance quattro Innenraum (Animation)
Der siegreiche Audi R8 trug in Lime Rock einen Aufkleber mit dem Schriftzug „Mein anderes Auto ist ein Diesel“. Stimmen nach dem Rennen in Lime Rock Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): „Es ist phantastisch, eine großartige Karriere mit einem Sieg beendet zu haben – und das auch noch mit dem 50. Sieg in der American Le Mans-Serie, der ebenfalls in die Geschichtsbücher des Motorsports eingehen wird. Das ist ein tolles Ende einer Erfolgsstory mit einem großartigen Auto. Danke an die Fahrer, danke an das Team – das war eine wirklich ganz exzellente Vorstellung.“ Dindo Capello (Audi R8 #2): „Ich war überrascht, wie gut und schnell das Auto in den ersten drei Runden war – genau wie in Houston. Unsere Boxenstopp-Strategie war absolut perfekt und das Team hat einen tollen Job gemacht. Allan war die ganze Zeit unheimlich schnell, und trotz des Missverständnisses mit dem Streckenposten beim letzten Boxenstopp konnte uns heute mit unserem R8 niemand stoppen. Abgesehen von diesem Rennen habe ich viele andere tolle Erinnerungen an den R8 wie die Pole Position 2000 auf dem Nürburgring – dem ersten Einsatz des R8 in Deutschland – und natürlich meinen Le Mans-Sieg 2004.“ Allan McNish (Audi R8 #2): „Auf diesen Tag können das Team, Dindo und ich stolz sein. Für mich ist es ein unbeschreibliches Gefühl, das letzte Rennen des R8 gewonnen zu haben. Wir – das Auto, das Team und die Fahrer – mussten 110 Prozent für diesen Sieg geben, aber der R8 hat das wie immer weggesteckt. Ich hatte mit dem R8 so viele Erfolgserlebnisse: mein erster R8-Sieg – mit Dindo – 2000 in Sears Point, der Sieg in Adelaide im selben Jahr, mit dem ich ALMS-Champion wurde, mein Erfolg für Audi UK 2004 in Sebring oder der Triumph beim 1000-Kilometer-Rennen in Silverstone 2005 bei extrem schwierigen Wetterverhältnissen.
Wolfgang Ullrich, unter dessen Leitung der R8 LMS entwickelt wurde. „Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen.“ Der Audi R8 LMS kostet 298.000 Euro (netto). Audi Sport customer racing gewährleistet die weltweite Ersatzteilversorgung über die Logistik des Audi-Konzerns und ist bei den wichtigsten Renneinsätzen in Europa mit Technikern und Service-Trucks vor Ort. Die Audi race experience bietet Audi-Kunden zudem die einzigartige Möglichkeit, eine Fahrerlizenz zu erlangen und kostengünstige Renneinsätze mit dem R8 LMS auf der legendären Nürburgring-Nordschleife zu buchen. Den 100. Sieg des Audi R8 LMS erzielte das Team Hitotsuyama Racing in der GT3 Asia Series in Suzuka.
Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): „Wir freuen uns sehr, dass der R8 noch immer gewinnen kann, obwohl er vom Reglement weiter gehandicapt wurde. Die Zuverlässigkeit und die FSI Technologie waren wieder einmal entscheidende Faktoren. Glückwunsch an das Team, das die richtige Strategie hatte, und die Fahrer, die auf dieser schwierigen Strecke keine Fehler gemacht haben.“ Dindo Capello (Audi R8 #2): „Wir waren im Rennen vom Start weg sehr schnell, das hat mich zuversichtlich gestimmt. Der R8 war unglaublich, ich konnte sogar schneller fahren als im Qualifying! Ich konnte zu Sascha Maassen aufschließen und war schneller als er. Ich verlor hinter ihm Zeit, deshalb war unsere Strategie, früh zum ersten Boxenstopp zu kommen, genau richtig.“ Allan McNish (Audi R8 #2): „Das war vermutlich eines der härtesten Rennen für den Audi R8 auf einer sehr anspruchsvollen, welligen und rutschigen Strecke – eigentlich nicht ideal für ein Auto, das ursprünglich für Le Mans gebaut wurde... Dindo war überragend, und das Team hatte in diesem harten Rennen eine clevere Boxenstopp-Strategie. Ich freue mich, für den Audi R8 einen weiteren Sieg geholt zu haben.“ Dave Maraj (Team Direktor, Team Audi Sport North America): „Das war eine tolle Leistung des gesamten Teams. Dindo und Allan sind schnell und fehlerfrei gefahren, und unsere Boxenstopp-Strategie hat perfekt funktioniert. Wir haben das Tempo diktiert, daran sind unsere Gegner letztendlich zerbrochen. Der Audi R8 bleibt ein phänomenales Auto. Ich bin stolz, diesen Sieg bei unserem ersten Einsatz als Audi Werksteam erzielt zu haben.“ Das Ergebnis in Houston 1. Capello/McNish (Audi R8) 143 Runden 2. Gavin/Beretta (Chevrolet) – 5 Runden 3. Fellows/O’Connell (Chevrolet) – 5 Runden 4. Enge/Turner (Aston Martin) – 6 Runden 5. Lamy/Sarrazin (Aston Martin) – 6 Runden 6. Weaver/Leitzinger (Lola-AER) – 9 Runden
Jetzt hoffe ich auf mehr Glück am kommenden Wochenende, wenn die Australische GT-Meisterschaft beginnt, in der ich mit meinem eigenen R8 LMS antrete.“ Craig Lowndes (Audi Finance R8 LMS #2) „Es war super, wieder mit dem Audi R8 LMS ein Rennen bestritten zu haben. Phoenix Racing ist erstklassig und hat uns herzlich aufgenommen. Und der R8 LMS ist einfach ein sensationelles Auto, das sich sehr angenehm fährt und dem man gerne vertraut. Bis zum Unfall haben wir ein großartiges Wochenende erlebt. Die Bedingungen waren ganz schön schwierig. Und es ist sowieso nicht einfach, am Mount Panorama schnell zu sein. Mark Eddy hatte im Nebel einfach Pech. Mir hat es Spaß gemacht, wieder für Audi Sport customer racing zu fahren. Das war hoffentlich nicht der letzte Einsatz.“ Warren Luff (Audi Finance R8 LMS #2) „Auch wenn das Wochenende nicht so ausgegangen ist, wie wir es uns erhofft hatten, war es großartig, mit Phoenix Racing zu fahren. Unser Tempo in der ersten Rennhälfte war gut und wir waren bereits schneller unterwegs als beim Rundenrekord im Vorjahr. Das Auto war sehr schnell und konstant. Als sich das Wetter änderte, hatte Mark (Eddy) leider einen Unfall auf dem Berg. Auch das ist Motorsport. Aber Mark und ich freuen uns schon aufs nächste Wochenende. Dann beginnt seine Titelverteidigung in der Australischen GT-Meisterschaft und ich starte zusammen mit ihm. Hoffentlich liegen wir dann im Audi R8 LMS ganz vorn.“ Ergebnis Rennen 1. Jöns/Mies/O’Young (Audi R8 LMS), 270 Runden in 12:03.31,375 Stunden 2. Slade/Bleekemolen/Hackett/Curtis (Mercedes) + 1.13,284 Minuten 3. Sun/Baird/Griffin (Ferrari) - 2 Runden 4. Tinkler/Johnson/Richards (Porsche) - 16 Runden 5. O’Donnell/Niall/McLennon (Porsche) - 26 Runden 6. Alford/Leemhuis/Beechey (Porsche) - 33 Runden 7. Pye/Barbour/Pither (Holden) - 39 Runden 8. Thomlinson/Dippie/Maddren (Porsche) - 42 Runden 9. Thomson/Klien/Harley (Lotus) - 43 Runden 10. Newman/Lillie/Atkinson (Holden) - 48 Runden – Ende –
Seit 2012 hat der Rennwagen die 24 Stunden am Nürburgring fünf Mal gewonnen Editionsmodell ist Hommage an die legendären Siege in der „Grünen Hölle“ Lackierung in Tiomangrün, Interieur mit Alcantara und exklusiven Kontrastnähten V10-Saugmotor mit 620 PS, null auf 100 km/h in 3,1 Sekunden
Fünf Gesamtsiege hat der Audi R8 LMS seit 2012 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring – der „Grünen Hölle“ – geholt, das als eines der härtesten und populärsten Langstrecken-Wettbewerbe der Welt gilt. Als Hommage an die große Erfolgsstory zeigt die Audi Sport GmbH beim diesjährigen Rennen auf dem Nürburgring eine limitierte Sonderedition des Straßensportwagens – den R8 green hell.
„Wir stehen für High Performance – in der Serie ebenso wie im Motorsport“, sagt Julius Seebach, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH. „Der Straßensportwagen R8 und der Rennwagen R8 LMS wurden gemeinsam konzipiert und entwickelt, rund die Hälfte ihrer Teile sind identisch. Das Editionsmodell R8 green hell greift die Nähe zum Motorsport auf und ist zugleich eine Hommage an unsere legendären Siege am Nürburgring.“ Die enge Verbindung zwischen Straßensportwagen und Rennwagen wird auch beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring deutlich. Der GT3-Rennwagen mit der Nummer 1, der vom Audi Sport Team Phoenix eingesetzt wird, ist mit seiner Folierung in dunklem Grün optisch an den R8 green hell angepasst. Mit Nico Müller/Frank Stippler/Dries Vanthoor/Frédéric Vervisch (CH/D/B/B) wechseln sich vier Audi Piloten, die das Rennen je mindestens einmal gewonnen haben, am Steuer des R8 LMS ab.