ABT Sportsline konzentriert sich auf zwei Audi R8 LMS Tresor Orange1 erstmals mit zwei Piloten in der DTM Aufsteiger Liqui Moly Team Engstler steht vor erster GT3-Saison
Audi Sport customer racing vertraut auch 2023 in der DTM auf einen starken Kundenstamm. Drei etablierte Teams – darunter eine rennsporterfahrene Aufsteigermannschaft aus dem Tourenwagensport – bestreiten mit dem Audi R8 LMS die traditionsreiche Rennserie, die in diesem Jahr unter neuen Vorzeichen ausgetragen wird.
„Die DTM bietet Audi Sport zusammen mit den erfahrenen Kundenteams hervorragende Möglichkeiten“, sagt Audi-Motorsportchef Rolf Michl. „Wir können auf dem wichtigen Performance-Markt Deutschland mit dem Audi R8 LMS spannenden Motorsport im Wettkampf mit erstklassiger Konkurrenz betreiben.“ Die DTM geht unter neuen Vorzeichen in die Saison 2023, nachdem der ADAC am 2. Dezember 2022 die Markenrechte erworben hat. Der Kalender umfasst acht Veranstaltungen, verteilt auf Deutschland, die Niederlande und Österreich. Die 1984 gegründete Rennserie startet vom 26. bis 28. Mai in Oschersleben in ihre neue Saison. Audi-Piloten haben die DTM seit 1990 bereits zwölf Mal gewonnen. „Wir erwarten, dass die nunmehr vom ADAC ausgerichtete DTM 2023 durch eine hohe Leistungsdichte, spannende Rennen und eine zukunftsorientierte Ausrichtung geprägt sein wird“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Umso schöner ist es, dass wir uns auf leistungsstarke Partnerteams mit großem Wissen verlassen können.“ Das Team ABT Sportsline aus Kempten im Allgäu mit ABT Motorsportdirektor Martin Tomczyk war in den vergangenen beiden Jahren mit Platz drei von Kelvin van der Linde (2021) sowie von René Rast (2022) jeweils das beste Audi-Kundenteam in der DTM. Es hat damit im Vorjahr maßgeblich zum Gewinn des Markentitels von Audi beigetragen.
Der R8 war der erste Supersportwagen von Audi und entstand in Zusammenarbeit mit dem Tochterunternehmen Lamborghini Seit 2007 verließen insgesamt 45.949 Exemplare das Werk Neckarsulm und die Manufaktur in den Böllinger Höfen Ein Highlight ist das letzte Sondermodell: der R8 V10 GT RWD mit Hinterradantrieb
Eine Supersportwagen-Legende verabschiedet sich: Der Audi R8 hat in 17 Jahren gleichermaßen Herzen erobert und Erfolge gefeiert. Nach 45.949 produzierten Exemplaren lief im März 2024 in den Böllinger Höfen der letzte R8 vom Band. Ein Rückblick auf eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte.
Atemberaubendes Design, betörender Motorsound und eine Fahrdynamik, wie sie kein anderer straßenzugelassener Audi bis dahin aufbieten konnte: Bei seiner Vorstellung im Jahr 2006 war der R8 eine Revolution – national und international. Ein Mittelmotor-Supersportwagen; das hatte es bei Audi noch nie gegeben. Mit dem R8 rückte Audi in exklusivere Segmente vor, die bislang von Namen wie Ferrari, Porsche und Lamborghini dominiert wurden. Der Audi R8 wurde in der damaligen quattro GmbH (heute Audi Sport GmbH) entwickelt und gebaut. Er wurde auf Anhieb zur sportlichen Ikone des Produktportfolios und trägt bis heute zum exklusiven Image der Marke Audi bei. Die Bezeichnung R8 bezieht sich auf ein erfolgreiches Rennfahrzeug, das Audi in Le Mans zu einem der siegreichsten Hersteller aller Zeiten machte: 1999 initiierte Audi sein legendäres Le-Mans-Programm mit einem Sportprototyp, der in der LMP900-Klasse startete. Dieser Rennprototyp trug als Erster den Namen R8. Er gewann das 24-Stunden-Rennen in Le Mans in den Jahren 2000, 2001, 2002, 2004 sowie 2005 und ist damit der Le-Mans-Sportwagen der Neuzeit mit den meisten Siegen. Noch erfolgreicher war der Prototyp nur bei den 12 Stunden von Sebring, einem Rennen in den USA, das er durchgehend von 2000 bis 2005 gewann.
Tom Kristensen seit 2007 die Namen seiner Kinder Oliver Victor, Carla Malou und Oswald William auf die Flanken seines Helm lackieren lässt? Auf der Rückseite steht zudem „Videre“, ein dänischer Ansporn zum Weitermachen, den sein Vater Carl Erik oft gebrauchte. ... Allan McNish seit seinen Rennsport-Anfängen im Kart 1981 das schottische Tartan-MacInnes-Jagdkaromuster auf seinem Helm trägt? ... das Motto von Allan McNish lautet: „Always go flat out“ – „Gib immer Vollgas“? ... die Lieblingsstrecke von Allan McNish Suzuka ist? ... alle drei Piloten mit dem WEC-Titel zum ersten Mal in ihrer Karriere einen Weltmeistertitel im Motorsport gewonnen haben? ... das Trio für Audi den zehnten Weltmeistertitel erkämpft hat? In der Bilanz des Unternehmens stehen die Rallye-Markenweltmeisterschaft 1982 und 1984, die Rallye-Fahrerweltmeisterschaft 1983 und 1984, Fahrer- und Markentitel im FIA-Tourenwagen-Weltcup 1995, in der WEC 2012 und nun auch 2013. ... Allan McNish der erste schottische Langstrecken-Weltmeister überhaupt und der erste britische Langstrecken-Weltmeister seit 21 Jahren ist? ... Allan McNish der erste Schotte seit Colin McRae in der Saison 1995 ist, der einen Weltmeistertitel im Automobilsport gewann? ... Tom Kristensen beim ersten Sportwagen-Erfolg von Audi im März 2000 bei den 12 Stunden von Sebring ebenso im Siegerauto saß wie 2013 in Austin beim 100. LMP-Triumph? ... Allan McNish japanisches Essen am liebsten mag, Tom Kristensen thailändische und italienische Gerichte sowie Sushi mag und Loïc Duval die italienische Küche bevorzugt? ... der diesjährige Erfolg in Le Mans für Tom Kristensen der neunte, für Allan McNish der dritte und für Loïc Duval der erste bei dem legendären 24-Stunden-Rennen gewesen ist? Zehn dieser 13 einzelnen Siege sind mit Audi gefeiert worden. ... Kyle Wilson-Clarke, der britische Renningenieur des Trios, seinen ersten Le-Mans-Sieg und seinen ersten WEC-Titel in diesem Jahr erreicht hat? ...
Timo Scheider holt Titel mit Platz zwei in Hockenheim 155.000 Zuschauer erleben spannendes Finale AUDI AG schreibt ein weiteres Kapitel Motorsport-Geschichte
Passend zum 100-jährigen Jubiläum hat Audi ein weiteres Kapitel Motorsport-Geschichte geschrieben: Als erstem Automobilhersteller überhaupt ist der Marke mit den vier Ringen in der prestigeträchtigen internationalen Tourenwagen-Rennserie ein Titel-Hattrick gelungen: Nach 2007 und 2008 holte sich Audi zum dritten Mal in Folge die begehrte Trophäe.
Vor einer Traumkulisse von 155.000 Zuschauern blieb Audi Pilot Timo Scheider im spannenden Finale auf dem Hockenheimring seinem einzig verbliebenen Titelrivalen Gary Paffett während der gesamten 39 Runden dicht auf den Fersen und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr mit Platz zwei erfolgreich. Für Audi ist es nach 1990 (Hans-Joachim Stuck), 1991 (Frank Biela), 2002 (Laurent Aiello), 2004 (Mattias Ekström), 2007 (Mattias Ekström) und 2008 (Timo Scheider) bereits der siebte DTM-Titel und der vierte seit dem werksseitigen Comeback der Marke im Jahr 2004. „Drei Titel in Folge hat in der DTM zuvor noch kein Automobilhersteller gewonnen“, sagte Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Audi hat es geschafft – trotz eines sehr starken Gegners. Nach zwei Hattricks in Le Mans haben wir nun auch einen Hattrick in der DTM. Dieser dritte Titel war zweifellos der schwierigste. Aber ich bin sicher, im nächsten Jahr wird es noch schwieriger werden. Danke an alle, die diesen großen Erfolg für Audi möglich gemacht haben. Und Glückwunsch an Timo (Scheider) – er hat sich den Titel wie im vergangenen Jahr wieder selbst erarbeitet.” Dem alten und neuen DTM-Champion fehlten nach dem Triumph zunächst die Worte. „Ich habe nun zum zweiten Mal in Folge diesen Traum erleben dürfen, für den wir alle so lange hart gearbeitet haben – und zwar dank der Audianer, meinem Team Abt und der Familie“, meinte der 30-Jährige sichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen.
Der Audi R8 LMS war in seiner zweiten Generation in Varianten für die GT2-, GT3- und GT4-Kategorie verfügbar. Auch der TCR-Tourenwagen Audi RS 3 LMS existierte in zwei Generationen für den Rennsport und startete auf fünf Kontinenten. Seit Programmbeginn haben Kunden weltweit mehrere Hundert Rennsport-Titel eingefahren. Zu den herausragenden Einzelerfolgen zählen zwei Klassensiege des GT3-Sportwagens bei den 24 Stunden von Daytona, drei Gesamtsiege bei den 12 Stunden von Bathurst, viermal triumphierte das Modell beim Straßenrennen in Macau sowie bei den 24 Stunden von Spa und bereits sieben Mal bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Pionierleistungen mit TDI-Technik Eine Pionierleistung demonstrierte Audi mit der TDI-Technologie: Der neu konzipierte Audi R10 TDI triumphierte 2006 als erster Rennsportwagen mit Dieselantrieb bei den legendären 24 Stunden von Le Mans. Insgesamt setzte sich die TDI-Technologie acht Mal in Le Mans durch. 2007 und 2008 siegte Audi mit dem R10 TDI erneut an der Sarthe. Zudem gewann Audi mit dem Diesel-Rennwagen dreimal in Folge die American Le Mans Series und 2008 auch die europäische Le Mans Series. Mit dem R15 TDI feierte Audi 2010 einen Dreifachsieg im schnellsten Le-Mans-Rennen aller Zeiten und stellte damit einen neuen Distanzrekord auf, der bis heute Bestand hat. Auch 2011, 2012, 2013 und 2014 setzte sich Audi-TDI-Power in Le Mans durch. 2014 feierte die Marke den 13. Sieg bei nur 16 Teilnahmen. „Vorsprung durch Technik“ bewies Audi auch bei der Energieeffizienz: In der gesamten TDI-Ära reduzierte Audi den Dieselverbrauch innerhalb eines Jahrzehnts um 46 Prozent. Titelgewinne in der modernen DTM Nach dem Sieg von Laurent Aiello 2002 mit dem Abt-Audi TT-R kehrte Audi 2004 nach zwölf Jahren Abwesenheit werkseitig in die DTM zurück und holte mit Mattias Ekström auf Anhieb den Titel.
So zum Beispiel der Audi A4 DTM-Sieger von 2007, der Audi Le Mans Prototyp R8 LMP von 2002, der Audi A4 STW von 1996, ein Audi Rallye quattro Gruppe 4 von 1980, der Audi Sport quattro Rallye Gruppe B von 1985, der NSU 1300 TT „Jägermeister“ von 1975 sowie ein früher DKW F11/64 Tourenwagen von 1963. Diese Umstrukturierung erlaubte die bisherige Motorsport-Ausstellungsfläche im zweiten Obergeschoss frisch zu gestalten und mit Audi-Ikonen jüngeren Datums auszustatten. Die Besucher sehen dort künftig die Design-Ikone Audi TT Coupé, den legendären Audi A2, mit dem Audi A8 einen Zeugen von Audis Rückkehr in das Luxussegment. Gleiches gilt für den Audi RS 4 und das Audi Cabrio mit Fünfzylinder-Motor, welche für die neue Sportlichkeit der Marke stehen sowie den Audi Allroad quattro von 2001, der bei Audi das äußerst erfolgreiche SUV-Segment einläutete. Abgerundet wird dieses Feld durch den Audi Duo III, mit dem die Marke mit den vier Ringen schon in den 1990er Jahren die Elektromobilität erprobte. Technikfans dürfen sich obendrein über drei Modelle von besonderen Motoren aus der Unternehmensgeschichte freuen. Auf der Vorkriegsetage im Obergeschoss ist künftig ein funktionsfähiger Nachbau von August Horchs erster Innovation, dem stoßfreien Motor aus dem Jahr 1901 zu sehen. Im zweiten Obergeschoss stehen neben den anderen Motoren-Schnittmodellen nun auch ein DKW Reihen-Zweizylinder-Zweitakt-Motor aus den 1950er Jahren sowie ein NSU/Wankelmotor aus dem Jahr 1968. Nach 20 Jahren ist es aber auch erforderlich, einige Exponate durch gleichwertige Ausstellungsstücke zu ersetzen, da die lange Standzeit den historischen Automobilen auf Dauer nicht zuträglich ist. So verlässt mit dem Horch 303 von 1927 der erste deutsche Achtzylinder das Museum. Ersetzt wird dieses besondere Automobil aber spektakulär mit dem Nachfolgemodell Horch 305 von 1928 und dies in der besonderen Landaulet-Karosserie – einer der letzten Überlebenden dieser Art.
Vierter Debütsieg: In der Saison 2000 gewann der Audi R8 die 24 Stunden von Le Mans beim ersten Auftritt, 2006 der R10 TDI. Nach dem Audi R18 TDI im Vorjahr gewann nun auch der R18 e-tronquattro bei seinem ersten Einsatz an der Sarthe. Audi Top Service: 33 Mal fuhr der siegreiche Audi R18 e-tronquattro mit der Startnummer 1 an die Boxen. Daraus ergab sich eine Dauer („Pit in“ bis „Pit out“) von 40.59,968 Minuten für Nachtanken, Reifen- und Fahrerwechsel sowie unfallbedingte Reparaturen. Insgesamt eine Minute weniger benötigte der R18 ultra mit der Startnummer 4. Er verbrachte bei 32 Stopps 39.58,137 Minuten in der Boxengasse. Lange Strecke: Beim 14. Start der Marke absolvierte der siegreiche Audi in 24 Stunden eine Distanz von 5.151,76 Kilometer. Gesetz der Serie: Die Startnummer „1“, wie sie der siegreiche Audi R18 e-tronquattro trug, bleibt die erfolgreichste Nummer im Rennen. Zehn Mal hat seit 1923 ein Auto mit diesem begehrten Aufkleber auch das Rennen gewonnen. Audi gelang dies in den Jahren 2001, 2002, 2007 und 2012. Reichlich Spannung: 19 Mal wechselte die Führung bei den 24 Stunden von Le Mans. In 18 Fällen lag ein Audi-Pilot vorn, während Neueinsteiger Toyota als Führender in den Runden 83 bis 85 auf Anhieb sein Potenzial zeigte. In 326 von 378 Runden lag das spätere Siegerfahrzeug vorn. Alleine in den letzten 79 Runden wechselte die Spitze acht Mal. 23 Richtige: Die zwölf Audi-Werksfahrer in Le Mans vereinen nun 22 Siege bei dem 24-Stunden-Rennen auf sich. Timo Bernhard, ebenfalls Audi-Werksfahrer, steuert einen 23. Sieg zur ewigen Bestenliste bei. Vierfachsieg: Audi belegte in der Michelin Green X Challenge die ersten vier Plätze. Den Preis für die effizienteste Fahrt gewannen Dindo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish vor Marco Bonanomi/Oliver Jarvis/Mike Rockenfeller. Platz drei ging an Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer vor Romain Dumas/Loïc Duval/Marc Gené. 2007 hat Audi diesen Preis erstmals gewonnen.