• CFO Jürgen Rittersberger: „Die Dynamik im globalen Umfeld hat deutlich zugenommen – und belastet unser Geschäft spürbar. Unsere Ergebnisentwicklung zeigt klar, dass wir erheblichen Handlungsdruck haben. Deshalb setzen wir konsequent an unseren Kostenstrukturen an und treiben Effizienzmaßnahmen entschlossen voran.“
  • CEO Gernot Döllner: „In einer Welt, in der sich Kundenbedürfnisse zunehmend regional unterscheiden, liefert Audi marktspezifische Antworten und Modelle.“
  • Umsatzerlöse liegen bei 14,2 Milliarden Euro, operatives Ergebnis erreicht 588 Millionen Euro, Netto-Cashflow beläuft sich auf 883 Millionen Euro.

In einem von geopolitischen und ökonomischen Turbulenzen geprägten ersten Quartal 2026 hat sich der Kurs des Audi-Konzerns solide entwickelt. Trotz des weltweit rückläufigen Automobilmarktes steigerte das Unternehmen seine Auslieferungen in Deutschland und Europa. Während die Auslieferungen batterieelektrischer Fahrzeuge auch infolge veränderter Förderbedingungen insgesamt leicht rückläufig waren, verzeichneten die Plug-in-Hybride der Marke Audi im Vorjahresvergleich ein Plus von rund 160 Prozent. Die Umsatzerlöse erreichten in den ersten drei Monaten des Jahres 14,2 Milliarden Euro, das operative Ergebnis stieg auf 588 Millionen Euro, der Netto-Cashflow lag bei 883 Millionen Euro.

„Gewissheiten der Vergangenheit wie stabile Absatzmärkte und berechenbare Rahmenbedingungen gelten nicht mehr. Die Dynamik im globalen Umfeld hat deutlich zugenommen – und belastet unser Geschäft spürbar. Unsere Ergebnisentwicklung zeigt klar, dass wir erheblichen Handlungsdruck haben. Deshalb setzen wir konsequent an unseren Kostenstrukturen an und treiben Effizienzmaßnahmen entschlossen voran“, sagt Audi CFO Jürgen Rittersberger.

Im ersten Quartal 2026 lieferte der Audi Konzern 364.877 (-6,1 Prozent) Autos der Marken Audi, Bentley und Lamborghini an Kundinnen und Kunden aus.

Anteil elektrifizierter Fahrzeuge bei 20 Prozent

Auf die Marke Audi entfielen 360.106 ausgelieferte Autos. Davon waren mehr als 30.000 Plug-in-Hybride – ein Zuwachs von knapp 160 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach vollelektrischen Modellen hingegen ging infolge veränderter Förderbedingungen in den USA und China weltweit leicht auf rund 42.000 ausgelieferte Automobile zurück. Gemeinsam mit den vollelektrischen Modellen lag der Anteil elektrifizierter Autos an den Auslieferungen bei 20 Prozent.

Audi verfolgt entschlossen die Erneuerung seiner Modellpalette mit spezifisch auf die Kernmärkte zugeschnittenen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Verbrennern. „In einer Welt, in der sich die Erwartungen unserer Kunden regional immer stärker unterscheiden, zeigt sich, dass das Geschäftsmodell ‚Weltauto‘ immer seltener trägt. Das erfordert marktspezifische Antworten und Modelle“, sagt Audi CEO Gernot Döllner. „Mut zu neuen Partnerschaften, neuen Entwicklungs-, Marken- und Marktansätzen ist keine Option, sondern Voraussetzung für mehr Wettbewerbsfähigkeit.“ Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen bereits im April auf der Auto China in Peking das zweite Modell der China-exklusiven Schwestermarke vorgestellt, den AUDI E7X. Im Sommer folgt der neue Audi Q9 als erstes Top-SUV in der Oberklasse mit Fokus auf Kunden in Nordamerika. Im Herbst kommt mit dem Audi A2 e-tron ein elektrischer Einsteiger für und aus Europa. 2026 erweitert Audi sein Modellportfolio mit unterschiedlichen Antriebsarten weltweit weiter, darunter der neue Audi Q7 und der aufgewertete Audi Q4 e-tron sowie mehrere Fahrzeuge exklusiv für den chinesischen Markt.

Auslieferungen in Europa, Nordamerika und China

In Europa1 (exklusive Deutschland) legten die Auslieferungen im ersten Quartal 2026 zu: Audi übergab in diesem Zeitraum 123.724 Modelle an seine Kunden – knapp 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland steigerte sich Audi mit 50.308 Auslieferungen um knapp 4 Prozent. Insbesondere bei den E-Autos konnte die Marke ihre Position im Heimatmarkt deutlich ausbauen: 12.223 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 41 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2025.

Einen deutlichen Rückgang verzeichnete Audi in Nordamerika (ohne Mexiko). Hier lieferte die Marke im ersten Quartal des Jahres 35.464 Fahrzeuge aus. Das Minus von 27 Prozent ist insbesondere auf US-Zölle sowie auf den Wegfall von Förderungen für E-Autos in den USA zurückzuführen. Derweil baut Audi sein Angebot weiter aus: Das großzügige Raumkonzept und zahlreiche technologische Features des Audi Q9 sind auf die Bedürfnisse der Kundschaft in Nordamerika ausgerichtet. Gemeinsam mit dem neuen Audi Q3, der im März erfolgreich in den Markt eingeführt wurde, und dem neuen Audi Q7, der ebenfalls in diesem Jahr auf den US-Markt kommt, verfügt Audi nach diesen Modellanläufen über das jüngste Premium-SUV-Portfolio in den Vereinigten Staaten.

In China lieferte Audi von Januar bis März 2026 127.109 Fahrzeuge aus. Der Rückgang von 12 Prozent ist hauptsächlich auf makroökonomische Unsicherheiten, ein weiterhin wettbewerbsintensives Marktumfeld und Modellwechsel zurückzuführen. Gleichzeitig stiegen die Auslieferungen der vollelektrischen Modelle um knapp 28 Prozent. Mit den Partnern FAW und SAIC setzt Audi die Produktoffensive fort: Erst vor wenigen Wochen kam der Audi A6L neu auf den Markt. Der AUDI E7X folgt noch in der ersten Jahreshälfte 2026.

Darüber hinaus vertiefen Audi und SAIC ihre strategische Partnerschaft und gründen ein neues AUDI Innovations- und Technologiezentrum in Shanghai.

In den Übersee- und Wachstumsmärkten nahmen die Kundinnen und Kunden knapp 24.000 Fahrzeuge entgegen, was einem Rückgang von über 6 Prozent entspricht. Dabei beeinträchtigte unter anderem der Konflikt im Mittleren Osten die Auslieferungen lokal.

Umsatzerlöse, operatives Ergebnis, operative Umsatzrendite

Die Umsatzerlöse des Audi Konzerns beliefen sich im ersten Quartal des Jahres 2026 auf 14.178 Millionen Euro. Der Rückgang von rund 8 Prozent ist auf ein geringeres Auslieferungsvolumen in einem stark umkämpften Marktumfeld sowie auf negative Produktmix-Effekte zurückzuführen.

Das operative Ergebnis stieg um knapp 10 Prozent auf 588 (Q1 2025: 537) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite auf 4,2 (Q1 2025: 3,5) Prozent. Die Kostendisziplin und geringere Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO₂‑Regulierung wirkten sich hier positiv aus. Auch die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen gingen zurück. Negative Effekte hatten unter anderem die US-Zölle.

Bentley, Lamborghini und Ducati im Überblick

Die Umsatzerlöse von Bentley gingen unter anderem bedingt durch geringere Volumina, insbesondere infolge des herausfordernden Marktumfelds in China und den USA, auf 462 (Q1 2025: 661) Millionen Euro zurück. Das operative Ergebnis war zusätzlich von US-Zöllen und Restrukturierungsmaßnahmen belastet und lag bei -26 (Q1 2025: 71) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite bei -5,6 (Q1 2025: 10,7) Prozent.

Gegenüber dem starken Vorjahresquartal erzielte Lamborghini von Januar bis März 2026 Umsatzerlöse von 863 (Q1 2025: 895) Millionen Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf 200 (Q1 2025: 248) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite betrug 23,1 (Q1 2025: 27,7) Prozent und bewegte sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Umsatzerlöse von Ducati fielen auf 203 (Q1 2025: 246) Millionen Euro, was den hoch kompetitiven Markt widerspiegelt. Das operative Ergebnis erreichte 7 (Q1 2025: 15) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite 3,5 (Q1 2025: 6,3) Prozent.

Finanzergebnis und Ergebnis nach Steuern

Das Finanzergebnis des Audi Konzerns belief sich nach den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 auf 174 (Q1 2025: 265) Millionen Euro. Das darin enthaltene China-Geschäft trug 28 (Q1 2025: 170) Millionen Euro bei.

Das Ergebnis vor Steuern sank auf 763 (Q1 2025: 802) Millionen Euro, das Ergebnis nach Steuern erreichte 559 (Q1 2025: 630) Millionen Euro.

Netto-Cashflow

Der Netto-Cashflow lag bei 883 (Q1 2025: -61) Millionen Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf ein optimiertes Working Capital zurückzuführen.

Prognose für 2026

Der Audi Konzern rechnet für das Jahr 2026 unverändert mit Umsatzerlösen zwischen 63 und 68 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite erwartet das Unternehmen im Korridor zwischen 6 und 8 Prozent. Den Netto-Cashflow prognostiziert Audi im Bereich zwischen 3 und 4 Milliarden Euro. Der Finanzausblick für 2026 basiert auf der Zollsituation Stand Ende April. Potenzielle Auswirkungen einer weiteren Eskalation im Mittleren Osten lassen sich derzeit nicht zuverlässig bewerten und sind daher nicht berücksichtigt.

Weitere Informationen finden Sie im Quarterly Update und Fact Pack zum ersten Quartal 2026.

Ausgewählte Kennzahlen des Audi Konzerns im Überblick

Q1 2026

Q1 2025

Auslieferungen Automobile Markengruppe

364.877

388.756

Auslieferungen Marke Audi

360.106

383.401

Umsatzerlöse in Millionen Euro

14.178

15.431

Operatives Ergebnis in Millionen Euro

588

537

Operative Umsatzrendite in Prozent

4,2

3,5

Netto-Cashflow in Millionen Euro

883

-61

Finanzergebnis in Millionen Euro

174

265

Ergebnis vor Steuern in Millionen Euro

763

802

Ergebnis nach Steuern in Millionen Euro

559

630

Auslieferungen Marke Audi1

Q1 2026

Q1 2025

Welt

360.106

383.401

Europa (exkl. Deutschland)

123.724

116.815

Deutschland

50.308

48.447

Nordamerika (exkl. Mexiko)

35.464

48.599

China (inkl. Hongkong)

127.109

144.471

Übersee und Wachstumsmärkte

23.501

25.069

1Hinweis: Seit Q1/2026 wird eine neue Berechnungslogik angewendet, die Einfluss auf die Länderzuteilung in den Regionen Europa und den Übersee- und Wachstumsmärkten hat.