Audi Sport trauert um Dieter Basche
Die Audi Sport Familie trauert um Dieter Basche: Der ehemalige Audi Motorsportchef ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Basche war bei Audi Sport Ingenieur der ersten Stunde. Ikonische Rallye- und Rennfahrzeuge wie der Audi Sport quattro S1, der Audi 90 quattro IMSA-GTO oder der Audi V8 quattro für die DTM tragen seine Handschrift. Der Marke mit den vier Ringen blieb Basche auch nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben immer eng verbunden. „Audi verdankt Dieter Basche viele Siege und Meistertitel. Er war ein brillanter Techniker, vor allem aber auch ein großartiger Mensch und bei den Ehemaligentreffen von Audi Sport überaus beliebt“, sagt Rolf Michl, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH. „Er war von ganzen Herzen Audianer. Wir werden ihn vermissen.“
Erfolgreicher Abschluss
Der Gesamtsieg von Carlos Sainz/Lucas Cruz am 19. Januar 2024 bei der Rallye Dakar beschließt das Rallye-Raid-Programm von Audi. Die Marke hat mit dem ersten Gesamtsieg eines emissionsarmen T1U-Prototyps mit elektrischem Antrieb, Hochvoltbatterie und Energiewandler einen neuen Meilenstein in der Historie gesetzt. Dank eines reststoffbasierten reFuel-Kraftstoffs für den Energiewandler verringern sich die Kohlenstoffdioxid-Emissionen um 60 Prozent. „Wir haben mit diesem Erfolg Geschichte geschrieben und weltweit große Aufmerksamkeit erzielt“, sagt Audi-Motorsportchef Rolf Michl. „Es war ein hart erarbeiteter, überaus emotionaler Sieg einer hoch motivierten Mannschaft. Das Team Audi Sport und Q Motorsport haben bei einer besonders harten Ausgabe dieser herausfordernden Motorsport-Veranstaltung einen vorbildlichen Zusammenhalt gezeigt. Nach Rückschlägen in der vergangenen Saison ist es uns gelungen, das Blatt zu wenden und uns diesmal gegen eine Reihe starker Teams und sehr guter Fahrer durchzusetzen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die uns mit ihrer Arbeit diesen erfolgreichen Abschluss des Programms ermöglicht haben.“
Audi beendet das Rallye-Projekt wie geplant nach der dritten Teilnahme an der Rallye Dakar, die Überlegungen zu einer möglichen Teilnahme an der Rallye-Raid-WM 2024 wurden verworfen. Nach einem äußerst hohen Ersatzteilverbrauch bei der Dakar 2023, einem sehr intensiven Testprogramm 2023 und den aufgetretenen Schäden sowie der sehr harten Rallye Dakar 2024 ist nach gründlicher Prüfung der größte Teil der Prototypen-Teile aufgebraucht. Die langen Vorlaufzeiten in der Herstellung solcher Einzelanfertigungen betragen aufgrund sehr weniger, hochspezialisierter Lieferanten für den äußerst komplexen Prototyp von Audi teilweise bis zu zwei Jahre. Somit sind die Rahmenbedingungen nicht vorhanden, innerhalb derer Audi eine erfolgreiche Teilnahme an der Rallye-Raid-WM über eine ganze Saison sicherstellen könnte.
Elektrisiert vom Audi RS Q e-tron
Tracktest-Premiere auf Sardinien: Zum ersten Mal haben internationale Journalist_innen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Schweden, Spanien und den USA den Audi RS Q e-tron selbst gefahren. Der Wüstenrallye-Prototyp mit seinem elektrischen Antrieb entfachte einhellige Begeisterung. Für Christian Rehberger vom Donaukurier war die Fahrt im Rennauto eine Premiere: „Ich bin ein totaler Rookie“, sagte der Redakteur der Tageszeitung. „Es war großartig. Ich habe auf wenigen Runden viel gelernt. Das Auto macht es einem auch sehr leicht.“ Emme Hall von CNET aus den USA war begeistert von der Wucht der Kraftentfaltung: „Dieser elektrische Antrieb mit seinem riesigen Drehmoment, das einfach ohne Verzögerung bereitsteht, ist überwältigend. Das Auto lässt sich ganz leicht mit dem rechten Pedal kontrollieren.“ Diese Leichtigkeit beeindruckte auch weitere Journalist_innen. Linus Pröjtz vom schwedischen Magazin Teknikens Värld resümierte: „Ich habe noch nie zuvor so ein Auto gefahren. Ich konnte mit diesem ‚Monster‘ einfach losfahren und es hat auf Anhieb Spaß gemacht. Das ist ein schönes Kompliment an die Konstrukteure.“